Politikerbefragung deckt Kritikpunkte am GlüStV 2021 auf
Geschrieben von Otto Richter · 1.7.2026

Politikerbefragung deckt Kritikpunkte am GlüStV 2021 auf

Die Plattform GambleBase hat eine umfassende Umfrage unter mehr als 2500 Politikern durchgeführt und dabei zentrale Schwachstellen des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 beleuchtet, während die verpflichtende Gesamtevaluation des Vertrags bis Ende 2026 ansteht.
Die Ergebnisse zeigen anhaltende Bedenken in Bezug auf Spielerschutz, Marktkanalisierung sowie die Bekämpfung des Schwarzmarktes, und die Daten verdeutlichen, dass zahlreiche Abgeordnete aus Bund und Ländern Verbesserungsbedarf sehen, bevor im Juli 2026 weitere Vorbereitungen für die finale Bewertung beginnen.
Details zur Umfrage und ihren Teilnehmern
GambleBase richtete die Befragung an Politiker verschiedener Ebenen, und die Rückmeldungen kamen von Vertretern unterschiedlicher Parteien sowie aus mehreren Bundesländern, sodass ein breites Spektrum an Einschätzungen entstand, das die praktischen Auswirkungen des GlüStV 2021 widerspiegelt.
Die Teilnehmer äußerten sich zu konkreten Defiziten, und die Auswertung ergab, dass viele Befragte die aktuelle Regulierung als unzureichend einstufen, weil sie weder ausreichenden Schutz für Spieler gewährleistet noch den legalen Markt effektiv stärkt.
Kritik an Spielerschutz und Marktkanalisierung
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft den Spielerschutz, und die Umfrageergebnisse belegen, dass Politiker Lücken bei der Identifikation gefährdeter Spieler sowie bei der Umsetzung von Sperrsystemen sehen, während gleichzeitig die Kanalisierung von Nachfrage in regulierte Angebote hinter den Erwartungen zurückbleibt.
Beobachter berichten, dass unzureichende technische Standards und fragmentierte Zuständigkeiten zwischen Bund und Ländern die Wirksamkeit der Maßnahmen einschränken, und diese Einschätzung deckt sich mit der Wahrnehmung vieler Befragter, die eine stärkere Harmonisierung der Regelungen fordern.
Bekämpfung des Schwarzmarktes im Fokus
Die Umfrage widmet sich auch der Bekämpfung illegaler Angebote, und die Politiker heben hervor, dass der GlüStV 2021 bislang nicht ausreicht, um den Schwarzmarkt nachhaltig einzudämmen, weil Werbeverbote sowie Lizenzvergaben Lücken aufweisen, die illegale Anbieter weiterhin nutzen.
Studien und Berichte externer Institutionen wie der Australian Gambling Research Centre zeigen vergleichbare Herausforderungen in anderen Märkten, und diese Parallelen unterstreichen, warum die deutschen Befragten eine Verschärfung der Kontrollmechanismen anmahnen.

Vorbereitung auf die Evaluation bis Ende 2026
Die verpflichtende umfassende Bewertung des Vertrags steht bis Ende 2026 an, und die GambleBase-Ergebnisse liefern bereits frühzeitig Impulse für diese Prüfung, indem sie konkrete Handlungsfelder benennen, die bis Juli 2026 in Arbeitsgruppen weiter vertieft werden sollen.
Experten weisen darauf hin, dass die erhobenen Daten als Grundlage für Gesetzesanpassungen dienen können, und die Befragung verdeutlicht, dass politische Akteure eine engere Abstimmung mit Regulierungsbehörden sowie eine stärkere Einbeziehung wissenschaftlicher Erkenntnisse erwarten.
Ausblick auf mögliche Konsequenzen
Die Umfrageergebnisse fließen nun in laufende Diskussionen ein, und verschiedene Landesregierungen prüfen bereits, wie die identifizierten Mängel bis zur finalen Evaluation behoben werden können, während die GambleBase-Daten als unabhängige Referenz dienen.
Schlussbetrachtung
Die Befragung von GambleBase liefert somit ein detailliertes Bild der aktuellen Kritik am GlüStV 2021, und die politischen Akteure sehen dringenden Handlungsbedarf in den genannten Bereichen, um die Evaluation Ende 2026 auf einer soliden Faktenbasis vorzubereiten.